Frauen und Pensionen

Die 2024 aktualisierte Broschüre "Frauen und Pensionen" und der dazugehörige Folder "Meine Pension" liefern kompakte Informationen zu den wesentlichen Elementen des Pensionssystems und zeigen anhand beispielhafter Frauenlebensläufe auf, wie die eigene Pension schon im Erwerbsleben abgesichert werden kann. In der aktuellen Broschüre sind auch spezifische Informationen für selbständig Erwerbstätige enthalten. Eine Kurzfassung liefert einfache Erklärungen der wichtigsten Elemente. Informationspostkarten decken dabei zentrale Fragen ab. Weitere Informationen liefern das Pensionsrad und die Informationsvideos, die im Rahmen des Projekts TRAPEZ-Transparente Pensionszukunft entwickelt und seither um weitere Videos ergänzt wurden.

Druckversionen können gerne unter int.frauen@bka.gv.at bestellt werden.

Das österreichische Pensionssystem beruht auf dem Prinzip der Pflichtversicherung und soll den Lebensunterhalt im Alter – nach dem Ende des Erwerbslebens – absichern.

Die Pensionshöhe hängt grundsätzlich ab:

  • von den eingezahlten Beiträgen
  • von der Anzahl der Beitrags(versicherungs)monate und
  • vom Erwerbseinkommen – der Höhe der gezahlten Beiträge

Im Dezember 2023 bezogen 1.116.321 Frauen eine Alterspension (Daten: Jahresergebnisse der österreichischen Sozialversicherung 2023), das entspricht rund 57 Prozent aller Alterspensionistinnen und -pensionisten.

Frauen haben deutlich geringere Pension

Da Frauen nach wie vor im Durchschnitt deutlich geringere Erwerbseinkommen erzielen, liegen auch die durchschnittlichen Alterspensionen von Frauen mit 1.276 Euro deutlich unter denen der Männer (2.044 Euro; Daten: Dezember 2023, Jahresergebnisse der österreichischen Sozialversicherung 2023; alle Träger der Pensionsversicherung; alle Alterspensionen). Frauen erhielten damit eine um 37,6 Prozent geringere Alterspension als Männer.

Die Ursache geringerer Erwerbseinkommen von Frauen liegt unter anderem an geringeren Stundenlöhnen, weniger Führungspositionen und reduzierter Arbeitszeit. Hauptsächlich durch Unterbrechungen aufgrund von Kindern sind Frauen in geringerem Ausmaß erwerbstätig.

Überdurchschnittlich oft armutsgefährdet 

Gleichzeitig beziehen Frauen oft länger Pension als Männer: etwa aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung und dem früheren gesetzlichen Pensionsantrittsalter. Die geringere Alterspension wird teilweise durch Hinterbliebenenpensionen kompensiert. Nichtsdestotrotz sind alleinlebende Pensionistinnen überdurchschnittlich oft von Armutsgefährdung betroffen.

Und: Frauen stellen nach wie vor die überwiegende Mehrheit der Ausgleichszulagenbeziehenden, das heißt ihre Pension wird auf den Richtsatz der Ausgleichszulage hin angehoben, um einen Mindestlebensstandard zu sichern. Etwa ⅔ aller Beziehenden der Ausgleichszulage sind Frauen.

Zum Thema

  • EU-Projekt TRAPEZ – Transparente Pensionszukunft
    In Kooperation mit Sozialministerium, WIFO und FORBA führte die Frauensektion von Februar 2019 bis Ende September 2020 das Projekt "Transparente Pensionszukunft – Sicherung der ökonomischen Unabhängigkeit von Frauen im Alter" durch. Dabei wurden unter anderem Analysen durchgeführt und zielgruppenspezifische Informationen für Eltern, pflegende Angehörige, ältere Erwerbstätige und Betriebe entwickelt.
  • Einkommen und der Gender Pay Gap 
    Die bestehenden Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern sind ein Faktor für die durchschnittlich geringeren Pensionen von Frauen. Ein eigenes, existenzsicherndes Einkommen ist nicht nur im Alter für die finanzielle Absicherung wichtig.

Dokumente

Postkarten Sammlung - Frauen und Pension
Foto: BKA

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